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KI und Makerspaces gemeinsam denken

Lehrkräfte und Bildungsinstitutionen aus Island, Dänemark und Deutschland trafen sich in Reykjavik zum „KI Lead and Learn Meeting“, um sich darüber auszutauschen, wie Künstliche Intelligenz und Makerspaces sinnvoll im schulischen Lernen kombiniert werden können. Für die Sekundarschule Geseke nahmen Herr Dirichs, Herr Kretschmer und Frau Klink an dem internationalen Austausch teil.

Im Mittelpunkt des ersten Tages stand der Design-Thinking-Ansatz. Im Department of Education der Stadt Reykjavik sowie im Innovationslabor Mixtura der Universität Reykjavik arbeiteten die Teilnehmenden mit kreativen Methoden an ersten Prototypen für Lernideen, die KI und praktische Maker-Arbeit miteinander verbinden. Ziel war es, innovative Unterrichtskonzepte zu entwickeln, die Schülerinnen und Schüler stärker zum eigenständigen Experimentieren, Gestalten und Problemlösen anregen.

Neben der theoretischen Arbeit stand auch der Praxisblick in das isländische Schulsystem auf dem Programm. Besonders eindrucksvoll war der Besuch der Partnerschule Engjaskóli. Dort wurde deutlich, wie Lernen in einer offenen und bewegungsfreundlichen Umgebung gestaltet werden kann. Auffällig waren unter anderem:

·         viel Bewegung und Aktivität auf den Fluren

·         ein starker Fokus auf Feedback und Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler

·         multifunktionale, integrierte Lernflächen in der gesamten Schule

·         zahlreiche Lerngelegenheiten und Lernanreize, die überall im Gebäude sichtbar sind

Ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts ist dort das formative Lernen. Schülerinnen und Schüler präsentieren zunächst erste Ideen für ihre Produkte oder Projekte. Anschließend erhalten sie Rückmeldungen von Lehrkräften, Mitschülerinnen und Mitschülern sowie teilweise auch von KI-Systemen. Auf dieser Grundlage verbessern sie ihre Arbeiten Schritt für Schritt. Bewertet wird erst das fertige Endprodukt, wodurch der Lernprozess selbst stärker in den Mittelpunkt rückt.

Ein weiterer interessanter Unterschied zum deutschen Schulsystem: In Island lernen Kinder nach der 4. Klasse weiterhin gemeinsam in einer Schule, sodass jüngere und ältere Schülerinnen und Schüler unter einem Dach und innerhalb eines gemeinsamen pädagogischen Konzepts lernen.

Die Eindrücke aus Reykjavik liefern viele neue Impulse für den Einsatz von KI, kreativen Lernmethoden und Makerspaces. Die Erfahrungen aus dem internationalen Austausch sollen nun auch in die Weiterentwicklung der Unterrichts- und Schulkonzepte an der Sekundarschule Geseke einfließen.

(Text und Fotos: DIR)