Jahrgang 8 bei der Klicksafe-Schulstunde
Wie können wir Cybermobbing erkennen, Betroffene unterstützen und gemeinsam dafür sorgen, dass Ausgrenzung und Beleidigungen im Netz keinen Platz haben? Mit diesen wichtigen Fragen beschäftigten sich am Donnerstag, den 17. September, unsere vier Klassen des 8. Jahrgangs im Rahmen der bundesweiten klicksafe Schulstunde „Online gemobbt. Real verletzt. Gemeinsam gegen Cybermobbing!“.
Gemeinsam mit mehr als 65.000 Schülerinnen und Schülern aus über 2.000 Schulklassen nahmen unsere Achtklässlerinnen und Achtklässler an dem interaktiven Livestream teil. Im Mittelpunkt standen die Mechanismen und Folgen von Cybermobbing sowie die Frage, wie Betroffene unterstützt und Mobbing-Dynamiken durchbrochen werden können.
Besonders eindrucksvoll war der Beitrag von Tony Eberhardt. Der gehörlose ehemalige National-Handballspieler, Model, Speaker und Content Creator berichtete offen über seine eigenen schmerzhaften Erfahrungen mit Mobbing und Cybermobbing. Aufgrund seiner Hörbehinderung war er selbst viele Jahre von Mobbing betroffen. Seine persönliche Geschichte machte auf eindrückliche Weise deutlich, wie tief Ausgrenzung und verletzende Kommentare wirken können – aber auch, wie wichtig es ist, über solche Erfahrungen zu sprechen und Hilfe anzunehmen.
Weitere Perspektiven erhielten die Schülerinnen und Schüler durch den Kriminologen Prof. Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger, der unter anderem mögliche Konsequenzen für Täterinnen und Täter thematisierte, sowie durch Chioma Alukuma von der Nummer gegen Kummer, die konkrete Möglichkeiten aufzeigte, wo Kinder und Jugendliche Unterstützung finden können.
Eine Besonderheit der diesjährigen Schulstunde war zudem ihr inklusiver Charakter: In Kooperation mit Aktion Mensch wurde die gesamte Veranstaltung live in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Gemeinsam mit der Nummer gegen Kummer stand außerdem ein unmittelbares Hilfsangebot für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.
Für unseren 8. Jahrgang war die klicksafe Schulstunde eine wichtige Gelegenheit, das eigene Verhalten im digitalen Raum zu reflektieren und sich bewusst zu machen, dass jede und jeder Einzelne zu einem respektvollen Miteinander beitragen kann.
Denn Respekt, Fairness und Zivilcourage sind nicht nur im Klassenzimmer wichtig, sondern genauso in Chats, sozialen Netzwerken und überall dort, wo wir uns digital begegnen.
(Text und Fotos: KLI)